Bünder Berufskolleg investiert in Powerheart AED G3

EGB Bünde handelt vorbildlich

EGB bietet Hilfe bei Kurzschluss im Herz Berufskolleg investiert in ein Defibrillations-Gerät – Nichts tun, kann das Leben kosten
Bünde (BZ). Der plötzlicheHerztod kann jeden treffen,unverhofft, ohne erkennbare Vorzeichen, jederzeit und an jedem Ort. Am plötzlichen Herztod, auch Sekundenherztod oder Herzschlag genannt, sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 150000 Menschen. Die Dunkelziffer liegt aber weitaus höher. Der plötzliche Herztod zähltdamit vor Krebs und Schlaganfallzu den häufigsten Todesursachen. Helfen kann nun ein Gerät mit dem Namen Powerheart AED.

Das Erich Gutenberg Berufskolleg ist jetzt mit zwei Powerheart AED Defibrillatoren ausgerüstet: Carsten Holtgrefe , Schulleiter Wolfgang Berkemeier, Sicherheitskraft und Lehrer Carsten Tücke, Kornelius Handels und  Andreas  Distelmeier Das Erich Gutenberg Berufskolleg ist jetzt mit zwei Powerheart AED Defibrillatoren ausgerüstet: Carsten Holtgrefe , Schulleiter Wolfgang Berkemeier, Sicherheitskraft und Lehrer Carsten Tücke, Kornelius Handels und Andreas Distelmeier

»Die Sicherheit für unsere Schüler, Besucher und natürlich Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Aus diesem Grunde haben wir uns zu dieser Investition entschieden und stellen ab sofort fürden Herznotfall zwei AED Geräte bereit. Wir hoffen zudem, dass unserem Beispiel viele Unternehmen und Institutionen folgen werden«, sagt Oberstudiendirektor Wolfgang Berkemeier, Schulleiter am Erich-Gutenberg-Berufskolleg.Plötzlicher Herztod ist wie einKurzschluss im Herzen: Abrupt leiten die Nerven des Herzmuskels die elektrischen Erregungssignale nicht mehr richtig weiter, es kommt zum tödlichen Kammerflimmern. Meistens zuckt das Herzunkontrolliert und immer schneller. Das Herz gerät aus seinem gewohnten Rhythmus, die Zahl der Herzschläge steigt meist drastisch an: Von normalerweise 60 bis 80 Schlägen auf teilweise mehr als 300 Schläge pro Minute. Der Betroffene sinkt zusammen, der Kreislauf bleibt stehen, die Atmung setzt aus. Das Herz steht mechanisch still, das Gehirn erhält keinen Sauerstoff mehr. Bald darauf stoppt das Herz ganz. Bis zu 70 Prozent der Betroffenen können überleben,wenn sie innerhalb von drei Minuten nach dem Auftreten der Symptome defibrilliert werden. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Mit jeder Minute, die ohne Defibrillation verstreicht, sinkt die Überlebensrate um etwa zehn Prozent.»Wir wollen die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes somit sicher überbrücken und Leben retten«, erklärt Kornelius Handels, Sicherheitsbeauftragter am Erich-Gutenberg-Berufskolleg. Hierzu Carsten Holtgrefe von der Struck Medizintechnik GmbH aus Enger: »Bei frühzeitigen entsprechenden Rettungsmaßnahmen und dem Einsatz eines Frühdefibrillators hat der Betroffene eine gute Chance zu überleben.«Zum Glück ist die Bedienung der kleinen, sprechenden Lebensretter, kurz Defi‘s genannt, kinderleicht. Nach dem Einschalten führt das Gerät den Helfer mitklaren Sprachanweisungen durch die einzelnen Schritte bis zur Abgabe des lebensrettenden Elektroschocks. Darüber hinauswerden die Ersthelfer durch das Gerät zuverlässig in der Herz-Lungen-Wiederbelebung unter-stützt. Hoffentlich tritt der Ernstfall nie ein, sollte es aber dennoch passieren, ist das Einzige, was man falsch machen kann, untätig zu bleiben. »Nichts tun kann Menschenleben kosten, und wir sind stolz, dass wir nun in der Lage sind, effektiv und aktiv zuhelfen.« sagt Berkemeier.

Quelle: Westfalen-Blatt, Mittwoch, 2. Mai 2009, Foto und Text (BZ)

www.westfalenblatt.de

 

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