RISIKO: Der plötzliche Herztod

Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins außerhalb von Krankenhäusern. In 70 Prozent aller Fälle ist das so genannte Kammerflimmern die Ursache für den plötzlichen Herztod. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert den plötzlichen Herztod als Tod, der innerhalb der ersten 24 Stunden nach Schädigung oder Beginn der Erkrankung eintritt. Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 150.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Diese Todesform übersteigt die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12-fache. Das muss nicht so sein!


Jeden kann es treffen

Unabhängig von Alter, Größe, Gewicht oder Geschlecht

Es kommt aus heiterem Himmel. Die Ursache des plötzlichen Herztodes, eine Herzrhythmusstörung in den meisten Fällen das so geannte Kammerflimmern, macht keinen Unterschied zwischen jung oder alt, dick oder dünn, Sportler oder Geschäftsmann, Mann oder Frau, Industriebetrieb, Sparkasse, Bürogebäude, Krankenhaus, Sportstudio oder Rathaus.

Wie die Bezeichnung „plötzlicher Herztod“ schon sagt, trifft es den Menschen häufig unverhofft und oftmals auch ohne erkennbare Vorzeichen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vergehen durchschnittlich 6 - 10 Minuten. Mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance um ca. 10%. Sofortiges Handeln entscheidet über Leben und Tod. Der plötzliche Herztod stellt einen medizinischen Notfall dar.

Eine Reanimatiion bestehend aus Herz-Lungen-Wiederbelebung und frühzeitiger Defibrillation, diese muss umgehend eingeleitet werden.

Wer ist besonders gefährdet ?

Folgende Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko:

  • mit Herz-Rhythmusstörungen
  • mit Herzfehler
  • nachHerzinfarkt
  • Raucher, Diabetiker, Übergewichtige
  • mit familiärer Vorgeschichte
  • Hochleistungssportler
  • mit starker körperlicher Belastung
  • mit allgemeinen koronaren Risikofaktoren
  • im höheren Lebensalter (plus 50)

Ursachen für den plötzlicher Herztod

 

Ursachen für einen plötzlichen Herztod sind meist bereits bestehende Erkrankungen des Herzens wie eine koronare Herzkrankheit mit Durchblutungsstörungen der Herzmuskulatur, ein Herzinfarkt, eine Entzündung des Herzmuskels oder ein Herzklappenfehler. Meist gehen dem plötzlichen Herztod jedoch Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern voraus.

 

In besonderen Fällen kann auch ein so genannter Stromunfall zu einem plötzlichen Herztod führen. Für diesen Fall wird insbesondere bei arbeiten innerhalb elektrischer Analgen gzielte Vorsorge getroffen.


Kammerflimmern -Herzrhythmusstörung-

Beim Kammerflimmern entstehen in allen Ecken des Herzens unkoordinierte Anweisungen für die Herzmuskelzellen, sich zusammenzuziehen. Damit ist ein geregeltes Zusammenspiel nicht mehr möglich. Das Herz hat keine Pumpleistung mehr. In dieser Phase ist keine Atmung mehr vorhanden und kein Puls mehr tastbar. Der Mensch ist bewusstlos und klinisch bereits tod.

Mit dem Einsetzen des Kammerflimmerns wird kein Blut mehr transportiert. Das Herz steht mechanisch still. Auch das Gehirn wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. In jeder Minute ohne Sauerstoff sterben Millionen von Gehirnzellen ab.

Plötzlich und unerwartet wechselt der Rhythmus in das todlich verlaufende Herz-Kammerflimmern.


Nach wenigen Minuten führt das Kammerflimmern zu einem totalen Herzstillstand, da auch keine Sauerstoffversorgung der Herzmuskelzellen mehr vorhanden ist.

 

 

Wettlauf mit der Zeit - Wenn Minuten über alles entscheiden -

Die ersten 5 Minuten sind die wichtigsten. Nicht warten, sondern handeln. Nur wenn frühzeitig defibrilliert wird und die Herz-Lungen- Wiederbelebung durch- geführt wird hat der Betroffene eine echte Chance zu überleben.

Kammerflimmern und Tachykardien sind die häufigsten Formen des Herzstillstands beim Erwachsenen, überwiegend kann durch Defibrillation wieder in einen Herzrhythmus mit Auswurfleistung erreicht werden. Pro Minute in denen dieser Zustand des Herzstillstandes andauert verringert sich die Chance den Patienten erfolgreich zu reanimieren um bis zu 10 %. Das bedeutet, dass etwa 10 Minuten nach Eintreten des Herzkreislaufstillstandes der Patient kaum noch Überlebenschancen hat.


Vollautomatische AED Geräte können Leben retten

Frühdefibrillation ist die einzig wirksame Behandlung gegen die lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen. Diese Tatsache ist der Grund für die notwendige Erweiterung der Ersten-Hilfe in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Jeder kann Leben retten. AED Geräte gehöhren bereits zum Standard der Ersten-Hilfe Ausstattung in vielen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Nur so ist es möglich, dass im Notfall auch Laien schnelle Soforthilfe leisten können.


Die Bedienung der vollautomatischen AED Geräte ( auch Vollautomat genannt ) ist tatsächlich kinderleicht und niemand muss Angst haben etwas falsch zu machen.