09.01.2012

Emsbüren erhält Powerheart Defibrillatoren

Hilfe im Herznotfall durch die Initiative der

Energieversorgung Emsbüren GmbH (EVE) und die Volksbank Süd-Emsland e.G.

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 150.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Als "herzsicher" gelten die acht Ortsteile der Gemeinde Emsbüren, die nunmehr alle über einen Defibrillator an zentraler Stelle verfügen.

 

Bereits 2009 hatten die Energieversorgung Emsbüren GmbH (EVE) und die Volksbank Süd-Emsland e.G. mit der Anschaffung zunächst zweier Defibrillatoren die Initiative "Pro Herz" ins Leben gerufen. Jetzt haben EVE und Volksbank 14.560 Euro in sieben weitere Defibrillatoren investiert, die als schnelles und von jedermann zu bedienendes Rettungsmittel zur Verfügung stehen.

Die im Notfall lebensrettenden Geräte sind zu finden im Rathaus, im Ems-Bad, auf den Sportplätzen des SV Concordia, des FC 47 Leschede, des SV Listrup und der Elbergener Sportgemeinschaft sowie an den Dorfgemeinschaftshäusern in Ahlde, Gleesen und Mehringen.

 

"Dank der vorbildlichen Sponsoringaktion von EVE und Volksbank konnten wir die 140 Quadratkilometer Emsbürens flächendeckend mit Defibrillatoren an zentralen Stellen versorgen", zeigte sich Bürgermeister Overberg begeistert und verwies darauf, dass allein in dieser Woche in einem ostwestfälischen Hallenbad und einem Osnabrücker Supermarkt zwei Menschen erfolgreich reanimiert wurden. In beiden Fällen waren die Lebensretter keine Ärzte, sondern beherzt eingreifende medizinische Laien und ein vor Ort installierter Defibrillator.

 

Auch EVE-Geschäftsführer Bernhard Weinberg und Bernhard Hallermann vom Vorstand der Volksbank verwiesen auf eine sinnvolle und im Notfall lebensrettende Investition:"Unsere Unternehmen sind eng mit den Menschen in der Region verbunden, ihre Sicherheit ist uns im wahrsten Sinne des Wortes ein Herzensanliegen".

 

Carsten Holftgrefe von der Struck Medizintechnik stellte die simple Handhabung des vollautomatischen. selbsterklärenden und wartungsarmen Geräts vor, das von der Deutschen Herzstiftung empfohlen wird und Herzrhythmusstörungen wie z.B. Kammerflimmern durch gezielte Stromströße beendet:"Bei schnellen Rettungsmaßnahmen und dem Einsatz eines AED-Notfall-Defibrillators hat der Betroffene gute Chancen zu überleben."

 

Heinz Humbert, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Elbergen, appellierte an die Bevölkerung, in einem Notfall keine Angst vor Erster Hilfe zu haben. "Bereits nach fünf Minuten können irreparable Hirnschäden auftreten. Die Hilfe innerhalb dieses Zeitfensters ist in Emsbüren weder vom Notarzt noch vom Rettungsfachpersonal immer zu gewährleisten, da die Anfahrtswege einfach zu lang sind. Daher ist jede Hilfe besser als keine Hilfe", unterstrich Heinz Humbert und stellte in Aussicht, dass das DRK in allen Ortsteilen Schulungen zum richtigen Umgang mit den lebensrettenden Geräten anbieten werden.

 

Quelle Bild/Text: Lingener Tagespost, Anne Bremenkamp 09.01.2012