11.01.2012

Schüttorf: Defibrillatoren für eine herzsichere Region

Hilfe im Herznotfall durch die Initiative der

Stadtwerke Schüttorf GmbH und die Grafschafter Volksbank e.G.

Foto: Hermann Brünink
Foto: Hermann Brünink

Stadtwerke Schüttorf und Grafschafter Volksbank sponsern Powerheart Defibrillatoren für die Region

Der plötzliche Herztod kann jeden treffen, unverhofft, ohne erkennbare Vorzeichen, jederzeit und an jedem Ort. Am plötzlichen Herztod, auch Sekundenherztod oder Herzschlag genannt, sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 150.000 Menschen. Die Dunkelziffer liegt aber weitaus höher. Der Herztod zählt damit vor Krebs und Schlaganfall zu den häufisten Todesursachen.


Initiative Pro Herz - Flächedeckendes Netz an Defibrillatoren in Schüttorf und Umgebung

Vor diesem Hintergrund ist die Initiative Pro Herz von der Schüttorfer Stadtwerke GmbH und der Grafschafter Volksbank ins Leben gerufen worden. Das Projekt startete bereits im Jahr 2009 mit der Anschaffung von 5 Defibrillatoren. Mit einmaligen Anschaffungskosten in Höhe von 20.800 Euro sind nun weitere 10 Defibrillatoren in diesem Jahr gesponsert worden.

Natürlich wird auch auf den Rettungsdienst hier in der Region vertraut. Ein gutes Beispiel ist die Feuerwehr Schüttorf, deren Einsatzleitfahrzeug ebenfalls mit einem Defibrillator ausgestattet wurde. Gerade beim plötzlichen Herztod kommt es auf jede Sekunde an; daher sollte so schnell wie möglich bestmögliche Hilfe geleistet werden.

 Ziel der Initiative Pro Herz ist ein flächendeckendes Netz an Defibrillatoren für Schüttorf und Umgebung zu schaffen. Die Stadtwerke Schüttorf und die Grafschafter Volksbank sind stark mit der Region verbunden und tragen somit eine hohe Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger.

Plötzlicher Herztod ist wie ein Kurzschluss im Herzen

Beim plötzlichen Herztod leiten die Nerven des Herzmuskels abrupt die elektrischen Erregungssignale nicht mehr richtig weiter, es kommt zum tödlichen Kammerflimmern. Meistens zuckt das Herz unkontrolliert und immer schneller. Das Herz gerät aus seinem gewohnten Rhythmus, die Zahl der Herzschläge steigt meist drastisch an: von normalerweise 60 bis 80 Schlägen auf teilweise mehr als 300 Schläge pro Minute. Der Betroffene sinkt zusammen, der Kreislauf bleibt stehen, die Atmung setzt aus. Das Herz steht mechanisch still, das Gerhin erhält keinen Sauerstoff mehr.

 

Bald darauf stoppt das Herz ganz. Bis zu 70 Prozent der Betroffenen können überleben, wenn sie innerhalb von drei Minuten nach Auftreten der Symptome defibrilliert werden. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Mit jeder Minute, die ohne Defibrillation verstreicht, sinkt die Überlebensrate um ca. 10 Prozent.

 

"Bei frühzeitigen Rettungsmaßnahmen wie der Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem schnellen Einsatz eines vollautomatischen AED-Notfall-Defibrillators hat der Betroffene eine gute Chance zu überleben," so Carten Holtgrefe von der STRUCK Medizintechnik GmbH aus Enger, Projektpartner für die Lieferung und Betreuung der Defibrillatoren.

Schulungen, regelmäßige Wartungen und Kontrollen sollen für eine umfassende Sicherheit sorgen

Die Defibrillatoren können von Jedermann bedient werden. Mit Hilfe einer Sprachführung hilft das Gerät während der Reanimation, so ist es auch für den Laien leicht zu bedienen. Hinsichtlich Wartung und Schulung ist eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem DRK Ortsverein Schüttorf geplant.

 

"Die Menschen in der Region sollen sich nicht nur wohl fühlen, sondern auch sicher, wenn es zum Notfall kommt. Hoffentlich tritt der Ernstfall nie ein, sollte es aber dennoch passieren, ist das Einzige, was man falsch machen kann, untätig zu bleiben. Nichts tun kann Menschenleben kosten. Wir sind stolz, dass wir nun in der Lage sind, effektiv zu helfen", so Bernhard Weinberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Schüttorf.